Reinigungsdienstleistungsvertrag als fertiges Muster
Dieses Muster für einen Reinigungsdienstleistungsvertrag hilft Auftraggebern und Reinigungsunternehmen, Umfang, Einsatzzeiten, Vergütung, Materialeinsatz, Haftung und Kündigung klar zu vereinbaren. Es eignet sich für regelmäßige oder einmalige Reinigungsarbeiten in privaten, gewerblichen und gemeinschaftlich genutzten Räumen.
Ein Reinigungsdienstleistungsvertrag schafft klare Verhältnisse zwischen Auftraggeber und Reinigungsdienstleister. Er legt fest, welche Arbeiten in welchen Räumen und zu welchen Zeiten erledigt werden sollen. Ebenso wichtig sind eindeutige Regelungen zu Vergütung, Reinigungsmitteln, Zugang zu den Räumen und Haftung. Das folgende Muster bietet eine praktische Grundlage für einmalige und laufende Reinigungsaufträge.
Wozu dient ein Reinigungsdienstleistungsvertrag?
Der Vertrag dokumentiert den vereinbarten Leistungsumfang und verhindert, dass unterschiedliche Erwartungen später zu Streit führen. Er kann zwischen Privatpersonen, Unternehmen, Hausverwaltungen und selbstständigen Reinigungskräften oder Reinigungsfirmen geschlossen werden.
Besonders bei wiederkehrender Unterhaltsreinigung sollten Einsatzintervalle, Flächen und besondere Anforderungen schriftlich bezeichnet werden. Bei gewerblichen Auftraggebern können zusätzlich Zutritts-, Sicherheits- und Datenschutzvorgaben relevant sein.
Wichtige Vertragsangaben im Überblick
| Vertragsfeld | Zweck | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Vertragsparteien | Ordnet Rechte, Pflichten und Rechnungsstellung zu. | Unvollständige Anschrift oder fehlende Vertretungsangabe. |
| Leistungsumfang | Beschreibt Räume, Tätigkeiten und Reinigungsstandard. | Nur „Reinigung nach Bedarf“ zu vereinbaren. |
| Vergütung | Regelt Preis, Umsatzsteuer, Fälligkeit und Zusatzkosten. | Material- und Anfahrtskosten offen zu lassen. |
| Laufzeit | Bestimmt Beginn, Ende und Kündigungsfristen. | Keine Regelung für unbefristete Verträge. |
| Haftung | Klärt den Umgang mit Schäden und Mängelanzeigen. | Schäden ohne Meldefrist oder Nachweisregel zu behandeln. |
Leistungen konkret beschreiben
Listen Sie die zu reinigenden Bereiche möglichst genau auf, etwa Büros, Sanitäranlagen, Treppenhäuser oder Küchen. Ergänzen Sie Tätigkeiten wie Staubsaugen, Wischen, Müllentsorgung, Desinfektion oder Fensterreinigung sowie deren Häufigkeit.
Vergütung, Abrechnung und Material
Die Vergütung kann pauschal, nach Stunden oder nach gereinigter Fläche vereinbart werden. Der Vertrag sollte klarstellen, ob die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten ist und wann Rechnungen fällig werden.
Außerdem ist festzuhalten, wer Reinigungsmittel, Geräte, Schutzkleidung und Verbrauchsmaterial bereitstellt. Falls der Auftraggeber Schlüssel oder Zugangskarten übergibt, empfiehlt sich eine dokumentierte Übergabe.
- Leistungsorte und zugängliche Räume benennen.
- Reinigungstage, Uhrzeiten und Einsatzdauer festlegen.
- Regel- und Sonderleistungen voneinander trennen.
- Preis, Zahlungsziel und mögliche Zuschläge vereinbaren.
- Material, Schlüssel und Sicherheitsvorschriften dokumentieren.
Bearbeitbare Vorlage
Dokumentvorlage
REINIGUNGSDIENSTLEISTUNGSVERTRAG
geschlossen in ____________________ am ____________________
zwischen
Auftraggeber:
Name/Firma: ____________________
Adresse: ____________________
Vertreten durch: ____________________
Telefon/E-Mail: ____________________
und
Auftragnehmer:
Name/Firma: ____________________
Adresse: ____________________
Vertreten durch: ____________________
Telefon/E-Mail: ____________________
werden folgende Vereinbarungen getroffen:
| Vertragsangabe | Vereinbarung |
|---|---|
| Leistungsort | ____________________ |
| Zu reinigende Bereiche | ____________________ |
| Leistungsbeginn | ____________________ |
| Reinigungszeiten und Intervall | ____________________ |
| Vergütung | ____________________ EUR zzgl./inkl. gesetzlicher Umsatzsteuer |
| Zahlungsziel | ____________________ Tage nach Rechnungserhalt |
| Vertragslaufzeit | ____________________ |
| Kündigungsfrist | ____________________ |
- Vertragsgegenstand. Der Auftragnehmer übernimmt die Reinigung der vereinbarten Bereiche am angegebenen Leistungsort. Art, Umfang und Häufigkeit der Leistungen ergeben sich aus diesem Vertrag und gegebenenfalls der beigefügten Leistungsbeschreibung.
- Leistungserbringung. Die Reinigungsleistungen werden an folgenden Tagen und zu folgenden Zeiten erbracht: ____________________. Der Auftragnehmer beachtet die am Leistungsort geltenden Haus-, Sicherheits- und Zutrittsregelungen.
- Reinigungsmittel und Geräte. Reinigungsmittel, Geräte und Verbrauchsmaterial werden bereitgestellt durch: ____________________. Besondere Vorgaben zu Mitteln oder Verfahren: ____________________.
- Vergütung und Zahlung. Der Auftraggeber zahlt die in der Tabelle vereinbarte Vergütung. Zusatzleistungen bedürfen vor ihrer Durchführung einer gesonderten Vereinbarung in Textform, soweit nicht Gefahr im Verzug besteht.
- Mitwirkung des Auftraggebers. Der Auftraggeber ermöglicht den Zugang zu den zu reinigenden Räumen und stellt erforderliche Informationen, Wasser- und Stromanschlüsse sowie vereinbarte Zugangsmedien bereit.
- Mängel und Haftung. Erkennbare Mängel sind dem Auftragnehmer unverzüglich in Textform mitzuteilen. Der Auftragnehmer erhält eine angemessene Gelegenheit zur Nachbesserung. Die Haftung richtet sich nach den gesetzlichen Vorschriften, soweit in diesem Vertrag nichts anderes wirksam vereinbart ist.
- Laufzeit und Kündigung. Der Vertrag beginnt am ____________________ und endet am ____________________/läuft auf unbestimmte Zeit. Er kann von jeder Partei mit einer Frist von ____________________ zum ____________________ gekündigt werden. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Schlussbestimmungen. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform. Sollte eine Bestimmung unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Anlagen: ____________________
____________________
Ort, Datum
____________________
Unterschrift Auftraggeber
____________________
Unterschrift Auftragnehmer
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Laufzeit, Kündigung und Änderungen
Ein Vertrag kann befristet oder unbefristet geschlossen werden. Bei dauerhaften Aufträgen sind eine angemessene ordentliche Kündigungsfrist und eine Regelung zur außerordentlichen Kündigung bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen sinnvoll.
Zusatzleistungen schriftlich beauftragen
Sonderreinigungen, etwa nach Veranstaltungen, Bauarbeiten oder Wasserschäden, sollten vorab in Textform beauftragt werden. So lassen sich Umfang, Termin und zusätzliche Vergütung nachvollziehbar festhalten.
Empfehlung: Erstellen Sie für wiederkehrende Reinigungen eine Anlage mit Raumliste, Tätigkeiten und Intervallen. Diese Anlage macht den Leistungsumfang wesentlich leichter überprüfbar.
So verwenden Sie das Muster
Passen Sie die Platzhalter an die konkrete Zusammenarbeit an und fügen Sie bei Bedarf eine detaillierte Leistungsbeschreibung als Anlage bei. Beide Vertragsparteien sollten vor der Unterzeichnung prüfen, ob alle individuell vereinbarten Punkte vollständig aufgenommen wurden.
- Parteidaten und Vertragsort eintragen.
- Reinigungsbereiche, Tätigkeiten und Einsatzzeiten festlegen.
- Vergütung, Materialbereitstellung und Zahlungsfrist ergänzen.
- Vertrag prüfen, Anlagen beifügen und von beiden Parteien unterzeichnen.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein schriftlicher Reinigungsvertrag erforderlich?
Ein Vertrag kann grundsätzlich auch mündlich geschlossen werden. Eine schriftliche Vereinbarung ist jedoch empfehlenswert, weil sie Leistungen, Vergütung und Fristen besser nachweisbar festhält.
Kann die Reinigungskraft eigene Mitarbeiter einsetzen?
Das hängt von der Vereinbarung ab. Soll die Leistung persönlich erbracht werden, muss dies ausdrücklich geregelt werden; andernfalls kann ein Dienstleister häufig geeignete Erfüllungspersonen einsetzen.
Wie werden Mängel bei der Reinigung behandelt?
Der Auftraggeber sollte Mängel zeitnah und möglichst konkret anzeigen. Der Vertrag kann eine angemessene Frist zur Nachbesserung vorsehen, bevor weitergehende Rechte geltend gemacht werden.