Muster für einen Arbeitsvertrag auf Probe – sofort nutzbar
Dieses Muster für einen Arbeitsvertrag auf Probe hilft Arbeitgebern und Arbeitnehmern, die wesentlichen Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses während der Probezeit klar festzuhalten. Es enthält Platzhalter für Vertragsparteien, Tätigkeit, Vergütung, Arbeitszeit, Dauer, Urlaub und Kündigungsregelungen.
Ein Arbeitsvertrag auf Probe regelt die Bedingungen eines Arbeitsverhältnisses in der Anfangsphase. Er schafft Klarheit über Aufgaben, Vergütung, Arbeitszeit und die Dauer der Probezeit. Arbeitgeber und Arbeitnehmer können in dieser Zeit prüfen, ob die Zusammenarbeit den Erwartungen entspricht. Das folgende Muster unterstützt bei der strukturierten Erstellung einer individuellen Vereinbarung.
Was ist ein Arbeitsvertrag auf Probe?
Ein Arbeitsvertrag mit Probezeit ist grundsätzlich ein regulärer Arbeitsvertrag, der für die ersten Monate besondere Regelungen enthalten kann. Häufig wird eine Probezeit vereinbart, während der eine verkürzte Kündigungsfrist gilt.
Davon zu unterscheiden ist ein befristetes Probearbeitsverhältnis. Dieses endet nach Ablauf der vereinbarten Zeit automatisch, sofern keine Verlängerung oder Anschlussvereinbarung getroffen wird. Für Befristungen gelten zusätzliche gesetzliche Anforderungen.
Probezeit und Probearbeitsverhältnis unterscheiden
Bei einer Probezeit innerhalb eines unbefristeten Vertrags besteht das Arbeitsverhältnis nach Ablauf der Probezeit fort. Ein befristeter Vertrag zur Erprobung endet dagegen mit dem vereinbarten Datum; die Befristung muss klar und grundsätzlich schriftlich vereinbart werden.
Wichtige Angaben im Vertrag
Ein vollständiger Vertrag sollte die Parteien eindeutig benennen und die wesentlichen Arbeitsbedingungen nachvollziehbar dokumentieren. Unklare oder fehlende Vereinbarungen können später zu Auslegungsproblemen führen.
| Vertragsfeld | Zweck | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Tätigkeitsbeschreibung | Legt Aufgaben und Einsatzbereich fest | Zu allgemeine Beschreibung ohne Aufgabenrahmen |
| Probezeit | Bestimmt die Erprobungsdauer | Keine eindeutige Angabe von Beginn und Ende |
| Vergütung | Regelt Höhe, Fälligkeit und Zahlungsweise | Bruttovergütung und Zuschläge werden vermischt |
| Arbeitszeit | Definiert Wochenstunden und Verteilung | Überstundenregelung fehlt oder ist unklar |
| Kündigung | Regelt Fristen während der Probezeit | Gesetzliche oder tarifliche Vorgaben werden übersehen |
Regelungen zur Probezeit und Kündigung
Nach deutschem Recht kann eine Probezeit für höchstens sechs Monate vereinbart werden. Während einer vereinbarten Probezeit kann das Arbeitsverhältnis grundsätzlich mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, sofern keine abweichende zulässige Regelung, etwa durch Tarifvertrag, gilt.
Die Kündigung bedarf in Deutschland regelmäßig der Schriftform. Elektronische Formen wie E-Mail, Messenger-Nachricht oder ein eingescanntes Dokument genügen für eine Kündigung nicht.
Angemessene Dauer der Erprobung
Die Dauer sollte zur Tätigkeit, Qualifikation und Einarbeitungszeit passen. Bei befristeten Verträgen zur Erprobung ist zudem darauf zu achten, dass die Befristung durch den Erprobungszweck sachlich gerechtfertigt und angemessen ist.
Bearbeitbare Vorlage
Dokumentvorlage
ARBEITSVERTRAG AUF PROBE
geschlossen in ____________________, am ____________________
zwischen
Arbeitgeber:
Name/Firma: ____________________
Anschrift: ____________________
Vertreten durch: ____________________
und
Arbeitnehmer/in:
Name: ____________________
Anschrift: ____________________
Geburtsdatum: ____________________
wird folgender Arbeitsvertrag geschlossen:
| Vertragsangabe | Vereinbarung |
|---|---|
| Beginn des Arbeitsverhältnisses | ____________________ |
| Probezeit | ____________________ Monate, längstens bis ____________________ |
| Tätigkeit | ____________________ |
| Arbeitsort | ____________________ |
| Regelmäßige Arbeitszeit | ____________________ Stunden pro Woche |
| Bruttomonatsvergütung | EUR ____________________ |
| Urlaubsanspruch | ____________________ Arbeitstage pro Kalenderjahr |
- Tätigkeit: Der/Die Arbeitnehmer/in wird ab dem oben genannten Beginn als ____________________ beschäftigt. Der Arbeitgeber kann im Rahmen seines Weisungsrechts andere gleichwertige und zumutbare Tätigkeiten übertragen.
- Probezeit: Die ersten ____________________ Monate des Arbeitsverhältnisses gelten als Probezeit. Während dieser Zeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Frist von zwei Wochen gekündigt werden, soweit keine zwingenden gesetzlichen oder tarifvertraglichen Regelungen entgegenstehen.
- Vergütung: Der/Die Arbeitnehmer/in erhält eine monatliche Bruttovergütung von EUR ____________________. Die Auszahlung erfolgt jeweils zum ____________________ eines Monats auf das benannte Konto.
- Arbeitszeit: Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ____________________ Stunden wöchentlich. Beginn, Ende und Verteilung der Arbeitszeit richten sich nach den betrieblichen Erfordernissen und den geltenden Arbeitszeitregelungen.
- Urlaub: Der jährliche Erholungsurlaub beträgt ____________________ Arbeitstage. Im Übrigen gelten die gesetzlichen Urlaubsbestimmungen.
- Nebentätigkeit: Jede entgeltliche oder die Arbeitsleistung beeinträchtigende Nebentätigkeit ist vor ihrer Aufnahme dem Arbeitgeber schriftlich anzuzeigen.
- Schriftform: Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform, soweit gesetzlich zulässig. Individuelle Abreden bleiben hiervon unberührt.
- Schlussbestimmungen: Es gelten die gesetzlichen Vorschriften sowie gegebenenfalls anwendbare Tarifverträge und Betriebsvereinbarungen.
____________________, den ____________________
______________________________
Arbeitgeber
______________________________
Arbeitnehmer/in
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Diese Unterlagen und Angaben sollten bereitliegen
Vor dem Ausfüllen des Musters sollten die wesentlichen Personal- und Einsatzdaten abgestimmt sein. Dies reduziert Rückfragen und hilft, den Vertrag einheitlich zu formulieren.
- Vollständiger Name und Anschrift beider Vertragsparteien
- Geplantes Eintrittsdatum und Arbeitsort
- Genaue Bezeichnung der Tätigkeit
- Bruttomonatsvergütung und mögliche Zusatzleistungen
- Arbeitszeit, Urlaubsanspruch und anwendbarer Tarifvertrag
So verwenden Sie das Muster
Passen Sie sämtliche Platzhalter an die konkrete Beschäftigung an. Prüfen Sie insbesondere, ob ein Tarifvertrag, eine Betriebsvereinbarung oder zwingende gesetzliche Vorgaben weitergehende Bestimmungen enthalten.
- Vertragsparteien und Beginn des Arbeitsverhältnisses eintragen.
- Tätigkeit, Arbeitsort und Arbeitszeit konkret festlegen.
- Probezeit, Vergütung, Urlaub und Kündigungsfrist ergänzen.
- Vertrag sorgfältig prüfen und von beiden Parteien unterzeichnen lassen.
Praktische Empfehlung: Vereinbaren Sie eine Probezeit nur schriftlich und dokumentieren Sie alle wesentlichen Arbeitsbedingungen vor Arbeitsbeginn eindeutig.
Häufig gestellte Fragen
Wie lange darf eine Probezeit dauern?
In Deutschland beträgt die Probezeit in einem Arbeitsverhältnis grundsätzlich höchstens sechs Monate. Abweichende Regelungen können sich in besonderen Fällen aus Tarifverträgen oder speziellen gesetzlichen Vorschriften ergeben.
Welche Kündigungsfrist gilt in der Probezeit?
Während einer vereinbarten Probezeit gilt grundsätzlich eine Kündigungsfrist von zwei Wochen. Tarifvertragliche Regelungen oder wirksam vereinbarte Besonderheiten können relevant sein.
Kann ein Vertrag zur Erprobung befristet werden?
Ja, ein Arbeitsvertrag kann zur Erprobung befristet werden, wenn die Befristung sachlich gerechtfertigt ist. Die Vereinbarung muss vor Beginn der Arbeitsleistung schriftlich erfolgen und die Anforderungen des Teilzeit- und Befristungsgesetzes beachten.