Muster für einen befristeten Arbeitsvertrag zum Ausfüllen
Diese Vorlage für einen befristeten Arbeitsvertrag hilft dabei, ein Arbeitsverhältnis mit klarer Dauer und nachvollziehbaren Bedingungen schriftlich festzuhalten. Sie enthält Regelungen zu Tätigkeit, Beginn, Ende, Vergütung, Arbeitszeit, Urlaub, Probezeit, Kündigung und Datenschutz. Vor der Verwendung sollten die individuellen Umstände sowie zwingende gesetzliche Vorgaben geprüft werden.
Ein befristeter Arbeitsvertrag regelt ein Arbeitsverhältnis, das zu einem vorher bestimmten Zeitpunkt oder mit dem Eintritt eines festgelegten Ereignisses endet. Eine schriftliche, eindeutige Vereinbarung schützt beide Vertragsparteien vor Missverständnissen über Laufzeit, Aufgaben und Vergütung. Das folgende Muster bietet eine strukturierte Grundlage für typische befristete Beschäftigungen. Vor der Unterzeichnung müssen die konkreten gesetzlichen Anforderungen des jeweiligen Landes beachtet werden.
Wesen und Zweck der Befristung
Bei einer Befristung wird das Arbeitsverhältnis nicht auf unbestimmte Zeit geschlossen. Sein Ende ergibt sich aus einem Kalenderdatum, einem Zweck oder einem objektiv festgelegten Ereignis. Die Befristungsabrede sollte klar, nachvollziehbar und rechtzeitig schriftlich dokumentiert werden.
In Deutschland sind insbesondere die Vorgaben des Teilzeit- und Befristungsgesetzes zu beachten. Je nach Art der Befristung, vorheriger Beschäftigung und Anzahl möglicher Verlängerungen gelten unterschiedliche Voraussetzungen.
Zeitbefristung und Zweckbefristung
Eine Zeitbefristung endet an einem konkret bezeichneten Datum. Eine Zweckbefristung knüpft das Ende an die Erreichung eines bestimmten Zwecks, etwa die Rückkehr einer vertretenen Person; dabei können besondere Unterrichtungspflichten entstehen.
Angaben, die der Vertrag enthalten sollte
Der Vertrag sollte die Parteien vollständig benennen und die wesentlichen Arbeitsbedingungen präzise festlegen. Dazu gehören insbesondere Arbeitsort, Tätigkeit, Arbeitszeit, Vergütung und die konkrete Befristung.
| Vertragsfeld | Zweck | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Beginn und Ende | Bestimmt die Laufzeit des Arbeitsverhältnisses | Unklare oder widersprüchliche Datumsangaben |
| Befristungsgrund | Dokumentiert bei Bedarf den sachlichen Grund | Zu allgemeine Beschreibung ohne Bezug zum Einsatz |
| Tätigkeit | Definiert Aufgaben und Verantwortungsbereich | Keine ausreichende Beschreibung der Funktion |
| Vergütung | Regelt Gehalt, Fälligkeit und Zuschläge | Unklare Angabe, ob Betrag brutto oder netto ist |
| Arbeitszeit | Legt Wochenstunden und Verteilung fest | Keine Regelung zu Pausen oder Mehrarbeit |
Schriftform und Nachweis
Die Befristung sollte vor Beginn der Arbeitsleistung schriftlich vereinbart werden. Daneben können Arbeitgeber verpflichtet sein, weitere wesentliche Vertragsbedingungen nachweisbar zur Verfügung zu stellen.
Vergütung, Arbeitszeit und Urlaub
Die Höhe der Vergütung, der Fälligkeitstermin und mögliche variable Bestandteile müssen eindeutig bezeichnet werden. Soweit anwendbar, sind Mindestlohn, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen und Gleichbehandlungsgrundsätze zu berücksichtigen.
Arbeitszeit und Urlaubsansprüche sind so zu formulieren, dass sie auch bei einer kurzen Vertragsdauer praktisch umsetzbar bleiben. Bei Teilzeit sollte die regelmäßige Wochenarbeitszeit klar angegeben werden.
- Vollständige Namen und Anschriften der Vertragsparteien prüfen.
- Beginn, Ende und gegebenenfalls Befristungsgrund eindeutig eintragen.
- Tätigkeit, Arbeitsort und Berichtslinie konkret beschreiben.
- Bruttogehalt, Zahlungszeitpunkt und Zuschläge festlegen.
- Arbeitszeit, Urlaub und anwendbare Tarifregelungen aufnehmen.
Bearbeitbare Vorlage
Dokumentvorlage
BEFRISTETER ARBEITSVERTRAG
zwischen
Arbeitgeber: ____________________
Anschrift: ____________________
Vertreten durch: ____________________
und
Arbeitnehmer/in: ____________________
Anschrift: ____________________
Geburtsdatum: ____________________
Ort: ____________________ Datum: ____________________
Die Parteien schließen folgenden befristeten Arbeitsvertrag:
| Vertragsangabe | Eintrag |
|---|---|
| Beginn des Arbeitsverhältnisses | ____________________ |
| Ende des Arbeitsverhältnisses | ____________________ |
| Art der Befristung / Befristungsgrund | ____________________ |
| Tätigkeit / Position | ____________________ |
| Arbeitsort | ____________________ |
| Regelmäßige Arbeitszeit | ____________________ Stunden pro Woche |
| Bruttovergütung | ____________________ EUR pro Monat |
| Urlaubsanspruch | ____________________ Arbeitstage pro Kalenderjahr |
- Befristung. Das Arbeitsverhältnis beginnt am ____________________ und endet mit Ablauf des ____________________, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Die Befristung erfolgt als ____________________.
- Tätigkeit. Der/die Arbeitnehmer/in wird als ____________________ beschäftigt. Zu den wesentlichen Aufgaben gehören: ____________________.
- Arbeitszeit. Die regelmäßige Arbeitszeit beträgt ____________________ Stunden wöchentlich. Die Verteilung der Arbeitszeit richtet sich nach ____________________.
- Vergütung. Der/die Arbeitnehmer/in erhält eine Bruttovergütung von ____________________ EUR monatlich, zahlbar jeweils am ____________________ auf das benannte Konto.
- Probezeit. Es wird eine Probezeit von ____________________ vereinbart. Während der Probezeit gelten die gesetzlichen beziehungsweise vereinbarten Kündigungsfristen.
- Urlaub. Der jährliche Erholungsurlaub beträgt ____________________ Arbeitstage. Für die Vertragsdauer gelten die gesetzlichen und gegebenenfalls tariflichen Regelungen.
- Kündigung. Eine ordentliche Kündigung vor Ablauf der Befristung ist ____________________ zulässig. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
- Schlussbestimmungen. Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Schriftform, soweit gesetzlich zulässig. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Der/die Arbeitnehmer/in bestätigt mit seiner/ihrer Unterschrift, eine Ausfertigung dieses Vertrags erhalten zu haben.
______________________________
Ort, Datum
______________________________
Arbeitgeber
______________________________
Arbeitnehmer/in
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Probezeit, Kündigung und vorzeitige Beendigung
Ein befristeter Vertrag endet grundsätzlich mit Ablauf der vereinbarten Dauer, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Eine ordentliche Kündigung während der Laufzeit ist regelmäßig nur möglich, wenn dies im Vertrag oder in einem anwendbaren Tarifvertrag ausdrücklich vorgesehen ist.
Eine Probezeit kann vereinbart werden, sofern sie angemessen ist und den gesetzlichen Grenzen entspricht. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt von einer Befristung grundsätzlich unberührt.
Praktische Empfehlung: Lassen Sie die Befristungsvereinbarung von beiden Parteien vor dem ersten Arbeitstag unterschreiben und bewahren Sie jeweils ein unterzeichnetes Exemplar auf.
So wird das Muster ausgefüllt
Tragen Sie alle variablen Angaben vollständig ein und streichen Sie nicht passende Alternativen. Änderungen oder Ergänzungen sollten ebenfalls schriftlich erfolgen und von beiden Parteien bestätigt werden.
- Parteidaten und Anschriften in den Kopfbereich eintragen.
- Art, Beginn und Ende der Befristung eindeutig bestimmen.
- Arbeitsaufgaben, Arbeitszeit, Vergütung und Urlaub ausfüllen.
- Vertrag prüfen, datieren und vor Arbeitsbeginn unterzeichnen.
Häufig gestellte Fragen
Kann ein befristeter Arbeitsvertrag verlängert werden?
Eine Verlängerung kann möglich sein, unterliegt aber gesetzlichen und vertraglichen Grenzen. Ob und wie oft sie zulässig ist, hängt insbesondere von der Art der Befristung und dem anwendbaren Recht ab.
Endet der Vertrag automatisch?
Bei einer wirksam vereinbarten Zeitbefristung endet das Arbeitsverhältnis grundsätzlich mit dem vereinbarten Datum. Bei einer Zweckbefristung können zusätzliche Mitteilungspflichten maßgeblich sein.
Ist eine Kündigung während der Laufzeit möglich?
Eine ordentliche Kündigung setzt bei befristeten Verträgen häufig eine ausdrückliche vertragliche oder tarifliche Vereinbarung voraus. Eine außerordentliche Kündigung aus wichtigem Grund kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen möglich bleiben.