Schulungsvorschlag: sofort nutzbares Muster für Kunden
Dieses Muster für einen Schulungsvorschlag hilft Anbietern, Unternehmen und freiberuflichen Trainern dabei, ein strukturiertes Angebot für Weiterbildungen zu erstellen. Es enthält Angaben zu Auftraggeber, Zielen, Inhalten, Ablauf, Honorar, Zahlungsbedingungen und Annahme des Angebots.
Ein Schulungsvorschlag ist ein strukturiertes Angebot für eine Weiterbildung, ein Seminar oder ein betriebliches Training. Er beschreibt verständlich, welche Leistungen erbracht werden, welche Ziele verfolgt werden und zu welchen Konditionen die Schulung stattfindet. Ein sorgfältig formuliertes Dokument erleichtert die Entscheidung des Kunden und reduziert spätere Missverständnisse. Besonders wichtig sind klare Angaben zu Umfang, Terminen, Preis und Verantwortlichkeiten.
Zweck eines Schulungsvorschlags
Mit einem Schulungsvorschlag stellt der Anbieter sein Trainingskonzept gegenüber einem potenziellen Auftraggeber dar. Das Dokument verbindet fachliche Inhalte mit kaufmännischen Bedingungen und kann nach Annahme als Grundlage für einen gesonderten Vertrag oder eine verbindliche Beauftragung dienen.
Je nach Umfang der Maßnahme kann der Vorschlag für Präsenztrainings, Online-Schulungen, Workshops, Einweisungen oder längerfristige Qualifizierungsprogramme verwendet werden. Eine eindeutige Beschreibung schafft Vertrauen und macht Angebote besser vergleichbar.
Abgrenzung zum Schulungsvertrag
Der Schulungsvorschlag ist zunächst ein Angebot. Ob und wann daraus eine rechtlich verbindliche Vereinbarung entsteht, richtet sich insbesondere nach seinem Wortlaut, der Annahme durch den Auftraggeber und dem anwendbaren Recht.
Die wichtigsten Bestandteile
Ein vollständiger Vorschlag nennt die Beteiligten, das Schulungsthema, die Lernziele, die Zielgruppe und den zeitlichen Rahmen. Außerdem sollten Durchführungsform, Leistungen des Anbieters, Mitwirkungspflichten des Auftraggebers und die Vergütung eindeutig aufgeführt sein.
| Feld | Zweck | Häufiger Fehler |
|---|---|---|
| Schulungsziel | Beschreibt den erwarteten Lernerfolg | Zu allgemeine Formulierung ohne messbaren Bezug |
| Leistungsumfang | Legt Inhalte, Materialien und Leistungen fest | Zusatzleistungen bleiben unerwähnt |
| Termin und Dauer | Regelt Zeitpunkt, Stundenumfang und Pausen | Keine Regelung für Terminverschiebungen |
| Vergütung | Definiert Honorar, Nebenkosten und Steuern | Unklare Angabe, ob Umsatzsteuer enthalten ist |
| Gültigkeitsdauer | Begrenzt die Annahmefrist des Angebots | Fehlende Frist führt zu Unsicherheit |
Inhalte und Ziele konkret formulieren
Die Schulungsinhalte sollten in logisch aufgebauten Modulen dargestellt werden. Statt lediglich ein Thema zu nennen, ist es sinnvoll, die behandelten Kenntnisse, Übungen und erwarteten Kompetenzen zu benennen.
Für den Auftraggeber ist auch die Zielgruppe relevant: Neue Mitarbeitende, Führungskräfte, Fachpersonal oder gemischte Gruppen haben unterschiedliche Vorkenntnisse. Eine passende Zielgruppenbeschreibung unterstützt die realistische Planung von Methode und Dauer.
Geeignete Angaben zur Durchführung
- Bezeichnung und Ziel der Schulung
- Zielgruppe und maximale Teilnehmerzahl
- Format: Präsenz, online oder hybrid
- Termin, Dauer und geplanter Zeitablauf
- Unterlagen, technische Voraussetzungen und Zertifikate
Bearbeitbare Vorlage
Dokumentvorlage
SCHULUNGSVORSCHLAG
Ort: ____________________ Datum: ____________________
Anbieter: ____________________
Anschrift: ____________________
____________________
Vertreten durch: ____________________
Auftraggeber: ____________________
Anschrift: ____________________
____________________
Ansprechperson: ____________________
Der Anbieter unterbreitet dem Auftraggeber folgenden Vorschlag für die Durchführung einer Schulung:
| Angabe | Vereinbarung |
|---|---|
| Bezeichnung der Schulung | ____________________ |
| Zielgruppe / Teilnehmerzahl | ____________________ |
| Lernziele | ____________________ |
| Schulungsinhalte | ____________________ |
| Durchführungsform und Ort | ____________________ |
| Termin und Dauer | ____________________ |
| Honorar | ____________________ EUR |
| Umsatzsteuer | ____________________ |
| Nebenkosten | ____________________ |
| Zahlungsfrist | ____________________ |
| Gültigkeit des Angebots bis | ____________________ |
- Leistungsumfang: Der Anbieter führt die vorstehend bezeichnete Schulung einschließlich der vereinbarten Unterlagen und Leistungen durch.
- Mitwirkung des Auftraggebers: Der Auftraggeber stellt rechtzeitig die erforderlichen Informationen, Räumlichkeiten, technischen Voraussetzungen und teilnehmenden Personen bereit, soweit vereinbart.
- Vergütung: Die Vergütung sowie vereinbarte Nebenkosten werden nach Durchführung der Schulung oder gemäß gesonderter Vereinbarung in Rechnung gestellt.
- Terminänderung und Absage: Änderungen oder Absagen sind dem Anbieter unverzüglich in Textform mitzuteilen. Es gelten folgende Regelungen: ____________________.
- Datenschutz und Vertraulichkeit: Personenbezogene Daten und vertrauliche Informationen werden im Rahmen der jeweils geltenden gesetzlichen Bestimmungen behandelt.
- Annahme: Mit Unterzeichnung oder schriftlicher Bestätigung nimmt der Auftraggeber diesen Schulungsvorschlag zu den genannten Bedingungen an.
Besondere Vereinbarungen: ____________________
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Ort, Datum, Anbieter
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Ort, Datum, Auftraggeber
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Preis, Nebenkosten und Zahlungsbedingungen
Die Vergütung sollte als Pauschalpreis, Tagessatz, Stundensatz oder Preis je Teilnehmer ausgewiesen werden. Zusätzlich ist anzugeben, ob die gesetzliche Umsatzsteuer enthalten ist oder zusätzlich berechnet wird.
Reise-, Übernachtungs-, Raum- oder Materialkosten sollten ausdrücklich geregelt werden. Ebenso empfiehlt sich eine klare Zahlungsfrist sowie eine Regelung für Absagen, Umbuchungen und kurzfristige Änderungen.
Empfehlung: Führen Sie alle im Preis enthaltenen Leistungen einzeln auf und benennen Sie mögliche Zusatzkosten ausdrücklich, bevor der Kunde das Angebot annimmt.
So wird der Vorschlag erstellt und versendet
Ein überzeugendes Angebot folgt einer nachvollziehbaren Reihenfolge und wird vor dem Versand auf Vollständigkeit geprüft. Passen Sie die Inhalte an den tatsächlichen Bedarf des Kunden an, anstatt allgemeine Standardtexte unverändert zu übernehmen.
- Bedarf, Zielgruppe und gewünschte Ergebnisse mit dem Auftraggeber klären.
- Inhalte, Methode, Dauer und organisatorische Voraussetzungen festlegen.
- Preis, Nebenkosten, Zahlungs- und Stornobedingungen bestimmen.
- Den Vorschlag datieren, eine Annahmefrist setzen und zur Bestätigung versenden.
Häufige Fragen zum Schulungsvorschlag
Muss ein Schulungsvorschlag unterschrieben werden?
Eine Unterschrift ist nicht in jedem Fall erforderlich. Sie ist jedoch sinnvoll, wenn der Vorschlag ausdrücklich als verbindliches Angebot oder als Annahmeerklärung verwendet werden soll. Die rechtliche Wirkung hängt vom Einzelfall und dem anwendbaren Recht ab.
Wie lange sollte ein Angebot gültig sein?
Eine angemessene Annahmefrist schafft Planungssicherheit. Die konkrete Dauer richtet sich nach Umfang, Auslastung und Vorbereitung der Schulung; sie sollte im Dokument eindeutig genannt werden.
Sollten Stornobedingungen enthalten sein?
Ja. Stornobedingungen können Ausfälle, bereits angefallene Kosten und Ersatztermine regeln. Sie sollten klar, angemessen und mit den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben vereinbar sein.